Vertrauensverlust

Das türkise System Kurz mit seinen Auswüchsen – siehe die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft – und das totale Versagen des Corona-Managements der schwarz-blauen Politik in Oberösterreich haben in ihrer politisch kulturellen Auswirkung eine verheerende Gemeinsamkeit: sie führen bei immer mehr Menschen zu Vertrauensverlust in das politische System, zu „Politik“-Verdrossenheit und Enttäuschung und Wut gegenüber „denen da oben“.

Je mehr Menschen „den Politikern“ nicht mehr vertrauen wollen oder können, desto stärker wird das politische Feld den Pseudo-Rebellen, vermeintlichen Anti-Politikern und Populisten überlassen, die gegen „die da oben“ aufbegehren und dabei die Gefühle der Enttäuschten, Wütenden und Verängstigten instrumentalisieren werden.

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Kurz und der Schwangerschaftstest

Sebastian Kurz betont, dass er nur wegen der strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn, und nur deshalb, zurücktrete. Bei den Vorwürfen der Falschaussage und der Beteiligung an Untreue und Bestechlichkeit gelte ja die Unschuldsvermutung. Dass aber der Inhalt unzähliger Chatnachrichten und die darin formulierten Absichten und erkennbaren Haltungen jedem politischen Anstand widersprechen und ihn als Staatsmann disqualifizieren, versuchen er und seine Konsorten auszublenden.

Damit erinnert Sebastian Kurz an einen Mann, der nach dem ihm nachgewiesenen Seitensprung noch den Schwangerschaftstest abwarten will. Es mag jeweils erschwerend wirken, wenn moralischem Fehlverhalten eine offenkundige Konsequenz folgt, aber ihr Ausbleiben ist kein Zeugnis von Moral.“ (Lutz Matzinger, Falter 41/21)

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Wenn ich in die Welt hinausgehe

„Wer ich bin und was ich kann, offenbart sich mir nicht im stillen Kämmerlein, sondern im Machen. Ich entdecke mich selbst, wenn ich in die Welt hinausgehe und dem folge, was ich für richtig halte. Und wenn ich akzeptiere, dass ich mir selbst stets ein Stück fremd bleibe.“

Steve Ayan, Ich und andere Irrtümer. Die Psychologie der Selbsterkenntnis, S. 261

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Wie beim Seilziehen

„Alle, zur gleichen Zeit, in die gleiche Richtung – das sind die drei Erfolgsfaktoren. Nicht nur beim Seilziehen…

Wenn alle zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung ziehen, dann gewinnt man.“

Willi Mernyi, Österreichischer Gewerkschaftsbund

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Lachen & Angst

„...man (kann) die besten Witze über die Dinge machen…, die für alle besonders unangenehm sind. Man lacht gern über etwas, das einem Angst macht.“

Josef Hader im Falter-Interview über die Beschäftigung mit dem Tod (Falter 24/21)

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Coaching & Wandern

Seminare, Trainings und Coachings in Form von „Sitzungen“ führen manchmal genau zu dem, was sich Teilnehmende und TrainerInnen am wenigsten wünschen: Stillstand, Festsitzen, Beharren auf eingefahrenen Positionen, und nach Abschluss bzw. Aus-Sitzen der Veranstaltung bleibt alles beim Alten. Entwicklung, neue Perspektiven und Aufbruchstimmung sehen nicht nur anders aus, sondern fühlen sich auch anders an.

Häufig zeigt sich aber, dass die Bewegung des Gehens – und sei es nur in den Veranstaltungspausen – auch die eigenen Gedanken in Bewegung bringen kann. Aufgrund neurophysiologischer Forschungen wissen wir: die Bewegungen beim Gehen führen dazu, dass sich die Gehirnhälften vernetzen. „Gehen macht schlauer“ heißt es deshalb auch in einem Artikel von „Zeit online“ mit dem Titel „So kommen Sie weiter! Gehen ist das perfekte Tempo für Körper, Geist und Seele“: Demnach hat Albert Einstein die Physik quasi neu erfunden bei einem Spaziergang mit einem Freund. Die Wirkung des Gehens zeigt sich aber auch in einer Reihe von Therapieformaten, die das Gehen als Heilmittel anwenden. Walking cure statt talking cure: TherapeutInnen spazieren mit den PatientInnen, statt sie auf der Couch reden zu lassen. „Walk And Talk“ heißt eine Praxis in New York.

Spätestens mit der Gründung der „Naturfreunde“ und anderer Freizeitorganisationen hat die Kultivierung des Gehens und Wanderns auch eine gesellschaftspolitische Dimension bekommen.

Meine Coaching-Erfahrungen zeigen: bei persönlichen Fragestellungen und bei der Suche nach Problemlösungen tauchen leichter kreative Idee und neue Perspektiven auf, wenn die KlientInnen sich – anhand konkreter Fragestellungen und mit begleitender Reflexion – gezielt und wohldosiert in der Natur bewegen. Die Natur selbst wird oft eine Quelle der Inspiration. Angesichts mentaler Blockaden und festgefahrener Standpunkte kommt – wie unsere Sprache schon sagt – Neues vieles leichter „in Gang“: abseits ausgetretener Pfade erste Schritte in eine bislang unbekannte Richtung machen, neue Perspektiven entdecken, Ziele suchen, finden und verfolgen. Nach den geradezu gegenteiligen Corona-Ausgangssperren und wegen der persönlichen, beruflichen und sozialen Folgen der Pandemie wird das für viele Menschen in Zukunft besonders wichtig sein.

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Nach oben aufbegehren, statt nach unten treten

„Leider vermittelt der Arbeiterklasse derzeit keine Partei, dass sie nicht nach unten treten, sondern nach oben aufbegehren müsste. Die Rechte hat sie komplett vereinnahmt, das ist traurig.“ Margarete Wagenhofer von der Band Zinn im Falter 15/21

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Coaching & Bewegung – der erste Schritt

„In der Navigation muss man die Ausgangsposition so genau festlegen wie das Ziel.“ meint der Entdecker Sir John Franklin im Buch „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny.

Diese Pandemie ist eine Katastrophe. Vielleicht aber steckt in der jetzt zu beobachtenden Freude am Draußen-unterwegs-sein nicht nur der Wunsch nach „psychischer und physischer Erholung“ von den Lock-down-Einschränkungen, sondern auch die Erkenntnis, dass im Gehen und Wandern auch festgefahrene Meinungen und mentale Sackgassen leichter überwunden werden können. Dass in Bewegung mehr „weitergeht“. Notwendiger erster Schritt jeder persönlichen oder teamorientierten Perspektivenentwicklung: Was ist meine/unsere Ausgangsposition? Wo stehe ich/wo stehen wir? Körperliche Bewegung kann helfen, sich diesen Fragen mental zu nähern. Die Natur bietet uns dabei neue Perspektiven.

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„Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen“

Zitat von Johanna Dohnal, passt auch zum Internationalen Frauentag, 8.3.2021

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Brutale Symbolpolitik auf Kosten von Kindern

Kinder im Schlamm der griechischen Flüchtlingscamps verrecken lassen, gleichzeitig Kinder, die in Österreich geboren worden sind und für die Österreich ihre Heimat ist, ins Elend abschieben. Das ist die quotengeile Symbolpolitik der ÖVP unter Kurz: brutale Symbolpolitik auf Kosten von Kindern. Diese Anbiederung an den rechten Rand des Wählerspektrums kennt kein Mitgefühl, keine Menschlichkeit und keinen Anstand.

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