Wie beim Seilziehen

„Alle, zur gleichen Zeit, in die gleiche Richtung – das sind die drei Erfolgsfaktoren. Nicht nur beim Seilziehen…

Wenn alle zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung ziehen, dann gewinnt man.“

Willi Mernyi, Österreichischer Gewerkschaftsbund

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Lachen & Angst

„...man (kann) die besten Witze über die Dinge machen…, die für alle besonders unangenehm sind. Man lacht gern über etwas, das einem Angst macht.“

Josef Hader im Falter-Interview über die Beschäftigung mit dem Tod (Falter 24/21)

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Coaching & Wandern

Seminare, Trainings und Coachings in Form von „Sitzungen“ führen manchmal genau zu dem, was sich Teilnehmende und TrainerInnen am wenigsten wünschen: Stillstand, Festsitzen, Beharren auf eingefahrenen Positionen, und nach Abschluss bzw. Aus-Sitzen der Veranstaltung bleibt alles beim Alten. Entwicklung, neue Perspektiven und Aufbruchstimmung sehen nicht nur anders aus, sondern fühlen sich auch anders an.

Häufig zeigt sich aber, dass die Bewegung des Gehens – und sei es nur in den Veranstaltungspausen – auch die eigenen Gedanken in Bewegung bringen kann. Aufgrund neurophysiologischer Forschungen wissen wir: die Bewegungen beim Gehen führen dazu, dass sich die Gehirnhälften vernetzen. „Gehen macht schlauer“ heißt es deshalb auch in einem Artikel von „Zeit online“ mit dem Titel „So kommen Sie weiter! Gehen ist das perfekte Tempo für Körper, Geist und Seele“: Demnach hat Albert Einstein die Physik quasi neu erfunden bei einem Spaziergang mit einem Freund. Die Wirkung des Gehens zeigt sich aber auch in einer Reihe von Therapieformaten, die das Gehen als Heilmittel anwenden. Walking cure statt talking cure: TherapeutInnen spazieren mit den PatientInnen, statt sie auf der Couch reden zu lassen. „Walk And Talk“ heißt eine Praxis in New York.

Spätestens mit der Gründung der „Naturfreunde“ und anderer Freizeitorganisationen hat die Kultivierung des Gehens und Wanderns auch eine gesellschaftspolitische Dimension bekommen.

Meine Coaching-Erfahrungen zeigen: bei persönlichen Fragestellungen und bei der Suche nach Problemlösungen tauchen leichter kreative Idee und neue Perspektiven auf, wenn die KlientInnen sich – anhand konkreter Fragestellungen und mit begleitender Reflexion – gezielt und wohldosiert in der Natur bewegen. Die Natur selbst wird oft eine Quelle der Inspiration. Angesichts mentaler Blockaden und festgefahrener Standpunkte kommt – wie unsere Sprache schon sagt – Neues vieles leichter „in Gang“: abseits ausgetretener Pfade erste Schritte in eine bislang unbekannte Richtung machen, neue Perspektiven entdecken, Ziele suchen, finden und verfolgen. Nach den geradezu gegenteiligen Corona-Ausgangssperren und wegen der persönlichen, beruflichen und sozialen Folgen der Pandemie wird das für viele Menschen in Zukunft besonders wichtig sein.

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Nach oben aufbegehren, statt nach unten treten

„Leider vermittelt der Arbeiterklasse derzeit keine Partei, dass sie nicht nach unten treten, sondern nach oben aufbegehren müsste. Die Rechte hat sie komplett vereinnahmt, das ist traurig.“ Margarete Wagenhofer von der Band Zinn im Falter 15/21

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Coaching & Bewegung – der erste Schritt

„In der Navigation muss man die Ausgangsposition so genau festlegen wie das Ziel.“ meint der Entdecker Sir John Franklin im Buch „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny.

Diese Pandemie ist eine Katastrophe. Vielleicht aber steckt in der jetzt zu beobachtenden Freude am Draußen-unterwegs-sein nicht nur der Wunsch nach „psychischer und physischer Erholung“ von den Lock-down-Einschränkungen, sondern auch die Erkenntnis, dass im Gehen und Wandern auch festgefahrene Meinungen und mentale Sackgassen leichter überwunden werden können. Dass in Bewegung mehr „weitergeht“. Notwendiger erster Schritt jeder persönlichen oder teamorientierten Perspektivenentwicklung: Was ist meine/unsere Ausgangsposition? Wo stehe ich/wo stehen wir? Körperliche Bewegung kann helfen, sich diesen Fragen mental zu nähern. Die Natur bietet uns dabei neue Perspektiven.

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„Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen“

Zitat von Johanna Dohnal, passt auch zum Internationalen Frauentag, 8.3.2021

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Brutale Symbolpolitik auf Kosten von Kindern

Kinder im Schlamm der griechischen Flüchtlingscamps verrecken lassen, gleichzeitig Kinder, die in Österreich geboren worden sind und für die Österreich ihre Heimat ist, ins Elend abschieben. Das ist die quotengeile Symbolpolitik der ÖVP unter Kurz: brutale Symbolpolitik auf Kosten von Kindern. Diese Anbiederung an den rechten Rand des Wählerspektrums kennt kein Mitgefühl, keine Menschlichkeit und keinen Anstand.

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„Menschwerdung“

Silvia hat Sebastian Kurz einen vorweihnachtlichen Brief zur „Menschwerdung“ angesichts des Elends der Geflüchteten auf Lespos geschickt:

Menschwerdung

Ich stelle mir vor, wie Sie, Herr Bundeskanzler mit den Mitgliedern Ihres Kabinetts an einem großen, langen Tisch sitzen. Wie Sie sich in der gegenseitigen Argumentation bestärken, warum es nicht möglich sei, Menschen aus dem Lagern auf den griechischen Inseln wie Kara Tepe nach Österreich zu holen. Ich stelle mir vor, wie Sie darüber reden, dass hier ein Abweichen Ihre Linie Ihre Position schwächen würde. Ich stelle mir vor, wie Sie sich darin bestärken, dass die Menschen in Österreich, die schon mit der Pandemie zu kämpfen haben, kein Verständnis dafür hätten, wenn da jetzt noch Flüchtlinge ins Land kommen würden. Ich stelle mir vor, dass Sie all diese Argumente schon ganz oft ausgetauscht haben und immer wieder zu der Erkenntnis gelangen, dass die Position, die Sie einnehmen, die einzig vernünftige sei. Ich stelle mir vor, wie Sie abschließend sagen: „Also wir bleiben bei unserer Message: Hilfe vor Ort!“

Ich stelle mir das Wimmern des 3-jährigen Mädchens vor, das im Lager Kara Tepe missbraucht und schwer traumatisiert neben den Toiletten gefunden wurde. Ich stelle mir die Angst der Kinder vor, die kaum etwas essen und trinken, damit sie nachts nicht durchs Lager zu den Toiletten gehen müssen. Ich höre die Schritte der Kinder, die in der Nacht aufschrecken und wie in Trance zu laufen beginnen, weil ihre Körper abgespeichert haben, dass sie laufen müssen, wenn sie überleben wollen. Ich spüre die Verzweiflung dieses siebenjährigen Jungen, der einfach nur mehr sterben will. Ich stelle mir die ständig nassen Füße der Erwachsenen vor, die im Schlamm waten, weil das Wasser nach den starken Regenfällen nicht mehr weggeht. Ich stelle mir die vielen Frauen vor, die Gewalt erleben an ihren Körpern, und die stiller und stiller werdenden Männer, weil sie nichts tun können.

Und dann stelle ich mir vor, dass Sie, Herr Bundeskanzler und Ihre Kabinettsmitglieder, an diesem langen Tisch sitzen und darüber zu sprechen beginnen, dass die Menschen, die dort leben, unsere Brüder und Schwestern sind. Dass es Sinn macht Familien mit Kindern hier in unserem Land Platz zu geben, weil die Hilfe vor Ort nicht funktioniert und dass Sie als Politikerinnen und Politiker doch Vorbilder sein müssten. Ich stelle mir vor, wie die Gesichter all der Menschen, die um diesen Tisch sitzen, weich werden und dabei ihr Rückgrat gerade wird. Ich stelle mir vor, dass irgendjemand in dieser Runde sagt: „Ja, wir helfen, weil Menschen in Würde leben müssen.“ „Ja, wir helfen, weil wir für eine aufgeschlossene und humanitäre Gesellschaft stehen.“ „Ja es ist unsere Verantwortung.“ Ich stelle mir vor, dieser Raum füllt sich mit Hoffnung und es geschieht, was wir Christinnen und Christen an Weihnachten feiern: „Menschwerdung“.

Silvia Aichmayr

Betriebsseelsorgerin am Standort voestalpine Linz

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Blender

„Kurz ist ein Blender. In Zeiten des nationalen Notstands setzt er nicht auf einen breiten politischen Konsens, sondern er treibt die parteipolitischen Spielchen, die man in der Jungen ÖVP gelernt hat: Papierln vermarkten, Rote ärgern, auf Umfragen schielen. Wenn es schiefgeht, schiebt er seine Schuld anderen zu und spielt den genervten Chef. Wie lange lassen wir ihm das noch durchgehen?“ – Florian Klenk, Falter 49/20, S. 6

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2020

Quelle: unbekannt/Facebook

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