„Meine Meinung steht fest! Bitte, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.“
Büroweisheit – in Zeiten von Fake News und Verschwörungsmythen
„Meine Meinung steht fest! Bitte, verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.“
Büroweisheit – in Zeiten von Fake News und Verschwörungsmythen
Was Verschwörungsmythen bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam haben:
Schüler*innen der Praxisschule der PH OÖ in Linz haben sich zum Krieg in der Ukraine Gedanken gemacht und einen Kurzfilm (Aufruf) produziert. Klare und eindringliche Worte der Menschlichkeit – von Kindern. Sehr berührend und durch ihre Mehrsprachigkeit ein schönes Beispiel für die Stärke, die in der Diversität liegt. Dank an euch…
„Wer keine Gedichte liest, kann keine politische Arbeit leisten. Denn er hat keinen Sinn für Feinheiten, Abweichungen, Zwischentöne, keinen Sinn für den Konjunktiv.“
Klaus Wagenbach in „Menschenbilder“, Ö1, 30.01.2022
Aus „Gegnern“ werden „Feinde.“
Aus „kämpfen“ wird „bekämpfen“.
Aus „Kampf“ wird „Krieg“.
Aus „besiegen“ wird „vernichten“.
Hinweis: Auf Worte folgen Taten.
„Vergiss nicht – du hackelst im ÖVP-Kabinett!! Du bist die Hure für die Reichen!“
Danke, Hr. Schmid, für die klaren Worte. Sie passen sehr gut auch zum Widerstand der ÖVP gegen eine gerechte Besteuerung von Millionären und reichen Erben.
Das türkise System Kurz mit seinen Auswüchsen – siehe die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft – und das totale Versagen des Corona-Managements der schwarz-blauen Politik in Oberösterreich haben in ihrer politisch kulturellen Auswirkung eine verheerende Gemeinsamkeit: sie führen bei immer mehr Menschen zu Vertrauensverlust in das politische System, zu „Politik“-Verdrossenheit und Enttäuschung und Wut gegenüber „denen da oben“.
Je mehr Menschen „den Politikern“ nicht mehr vertrauen wollen oder können, desto stärker wird das politische Feld den Pseudo-Rebellen, vermeintlichen Anti-Politikern und Populisten überlassen, die gegen „die da oben“ aufbegehren und dabei die Gefühle der Enttäuschten, Wütenden und Verängstigten instrumentalisieren werden.
Sebastian Kurz betont, dass er nur wegen der strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn, und nur deshalb, zurücktrete. Bei den Vorwürfen der Falschaussage und der Beteiligung an Untreue und Bestechlichkeit gelte ja die Unschuldsvermutung. Dass aber der Inhalt unzähliger Chatnachrichten und die darin formulierten Absichten und erkennbaren Haltungen jedem politischen Anstand widersprechen und ihn als Staatsmann disqualifizieren, versuchen er und seine Konsorten auszublenden.
„Damit erinnert Sebastian Kurz an einen Mann, der nach dem ihm nachgewiesenen Seitensprung noch den Schwangerschaftstest abwarten will. Es mag jeweils erschwerend wirken, wenn moralischem Fehlverhalten eine offenkundige Konsequenz folgt, aber ihr Ausbleiben ist kein Zeugnis von Moral.“ (Lutz Matzinger, Falter 41/21)
„Wer ich bin und was ich kann, offenbart sich mir nicht im stillen Kämmerlein, sondern im Machen. Ich entdecke mich selbst, wenn ich in die Welt hinausgehe und dem folge, was ich für richtig halte. Und wenn ich akzeptiere, dass ich mir selbst stets ein Stück fremd bleibe.“
Steve Ayan, Ich und andere Irrtümer. Die Psychologie der Selbsterkenntnis, S. 261
„Alle, zur gleichen Zeit, in die gleiche Richtung – das sind die drei Erfolgsfaktoren. Nicht nur beim Seilziehen…
Wenn alle zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung ziehen, dann gewinnt man.“
Willi Mernyi, Österreichischer Gewerkschaftsbund