„Ich spreche für keine Partei, von keiner Eroberung eines Weltreiches – ich spreche von bestimmten Dingen, die von Herzen kommen, von allumfassender Menschlichkeit.“
Harry Belafonte anlässlich seines Auftritts als Stargast der Viennale 2011
„Ich spreche für keine Partei, von keiner Eroberung eines Weltreiches – ich spreche von bestimmten Dingen, die von Herzen kommen, von allumfassender Menschlichkeit.“
Harry Belafonte anlässlich seines Auftritts als Stargast der Viennale 2011
Herr Nehammer,
Sie stehen in einem Raum hauptsächlich umringt von Männern, bei denen Sie sich sichtlich wohl fühlen. In so einer Atmosphäre kann man(n) ja mal sagen, was einem so durch den Kopf geht und wovon man wirklich überzeugt ist. Ich danke Ihnen dafür, denn es zeigt sehr gut, in welcher Welt Sie leben. Das kann man ja doch auch verstehen, wenn man(n) nur von Menschen umgeben ist, die noch nie Existenzangst erfahren mussten, weil sie entweder in der Partei groß wurden oder durch Erbschaft und „Leistung“ immer einen guten Platz in der Gesellschaft hatten. Oder vielleicht ja auch beides. Es zeigt auch, dass Sie überhaupt nicht nachempfinden können, was es heißt, Berufstätigkeit und Familie zu vereinbaren. Welche Sorgen und Ängste Eltern begleiten. Welchem Stress sie ausgesetzt sind, um Ferienzeiten oder auch das „Kranksein“ eines Kindes abzudecken. Ich danke Ihnen dafür, dass durch Ihre Aussagen sichtbar wird, was Ihnen als Bundeskanzler unsere Kinder wert sind – 1,40 € bis 3,50 €, das muss doch drin sein. Und es zeigt auch Ihre Haltung den Frauen gegenüber, die diese Kinder in unsere Gesellschaft hineingeboren haben. Selten haben mich Aussagen eines Politikers so betroffen gemacht. Als Christin mit tiefstem sozialdemokratischem Verständnis bedanke ich mich für dieses Sichtbarmachen und bitte Sie nun – wenn Sie noch einen Funken von Anstand verspüren, falls Sie überhaupt zum Spüren fähig sind –, verlassen Sie das Amt des Bundeskanzlers, aber vor allem, entschuldigen Sie sich bei den Kindern, Müttern und Vätern und den berufstätigen Frauen dieses Landes.
Leserbrief von Mag.a (FH) Silvia Aichmayr (Teilzeitarbeitende)
Zitat: „Alles, was ich weiß, ist, dass ich kein Marxist bin.“
Karl Marx
„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack Katastrophe nehmen.“
Max Frisch
Die laut Meinungsforschung am meisten diskutierten Themen im Salzburger Landtagswahlkampf:
leistbares Wohnen
Gesundheit und Pflege
Inflation und steigende Preise
Kernthemen der Sozialdemokratie. Was ist los mit einer sozialdemokratischen Partei in Opposition, die bei drei aufgelegten Elfern verliert statt dazu gewinnt?
Ein Verständnis von Politik mit dem Anspruch, unsere Gesellschaft menschlich zu gestalten.
Ein Organisationsmodell von Partei, das auf inhaltlich-politische Beteiligung und Aktivierung der Mitglieder abzielt und nicht nur auf Wahlwerbung im Sinne der Partei-Eliten.
Politische Arbeit, die spannend und lustvoll sein will, die zulässt, wagt und sich projektförmig organisiert, und sich nicht mit dem Administrieren des Erreichten und Rechtfertigen des Bestehenden begnügt.
Eine Politik mit klar kommunizierten und gelebten Werten wie Menschlichkeit, Gleichberechtigung und Solidarität,
mit einer ökologischen UND sozialen Vision von Gesellschaft,
mit gesellschaftspolitischen Ideen und Forderungen, die ALLEN ein gutes Leben ermöglichen,
mit einem humanistischen Menschenbild über nationale Grenzen hinweg,
mit dem Anspruch, dass SOZIAL und DEMOKRATISCH im gesellschaftlichen wie auch im betrieblichen Umfeld seine Berechtigung hat.
Wenn die Mitgliederbefragung der SPÖ zur/zum zukünftigen Vorsitzenden all diese Themen endlich wieder ins Zentrum der inhaltlichen Auseinandersetzungen gerückt hat, dann hat sie jetzt schon sehr viel bewirkt.
Mehr dazu: https://www.andibabler.at/
„In der ökologischen Frage geht es, wie in all den historischen Kämpfen der Sozialdemokratie, darum, das Leben der vielen zu verbessern. In der Klimakatastrophe wird es das oberste Prozent immer noch angenehm kühl haben in seinen klimatisierten Villen. Aber für die vielen, die es sich nicht richten können, ist der Kampf gegen die Erderwärmung ein Kampf um ihre Existenzgrundlage.“
Andreas Babler, im Falter 6/23, S. 15
„Die Geschichte der Gewerkschaften ist eine Geschichte des Widerstands und der Bildung gleichermaßen. Bildung sorgt für Wissen und damit für Macht. Dessen sind sich die Besitzenden durchaus bewusst und fürchten sie daher. Es liegt an uns, diese Macht zu nützen. Werden und bleiben wir uns dessen bewusst, denn es ist eine gute Macht.“
Helmut Ruß in seiner Kolumne „Wer ist schuld an „der Krise“?“, GPA-Aktuell, Nr. 4/2022
„Zunächst schlägt der Autor vor, lieber „nach einem Sinn im Diesseits zu suchen, statt an der Endlichkeit des Lebens zu verzweifeln“. Dabei hinderlich sei aber das ständige Streben nach Zielen. Der Mensch tendiere dazu, die Gegenwart nur als Übergang in eine Zukunft zu begreifen. „Beständig hasten wir vorwärts, sind gedanklich bereits einen Schritt weiter […]. Am Ende dieses rastlosen Rennens in die Zukunft steht jedoch unausweichlich der Tod.“
Dabei entstehe Sinn in der Gegenwart. Die Lösung sieht Uhle im vordergründig sinnlosen Spiel von Kindern. „Das Kind optimiert keinen Nutzen, es arbeitet nicht auf die Zukunft hin.“ Eine spielerische Haltung sei daher eine gute Antwort auf die Zeitlichkeit des Lebens.
Der größte Irrtum bei der Suche nach dem Sinn sei, dass man diesen nur bei sich selbst finden könne. „Denn der Imperativ, sich selbst zu verwirklichen, erzeugt einen wachsenden Druck, der gleichzeitig keine Orientierung bietet.“ Man könne das Ich nicht im Alleingang verwirklichen. „Identität und Sinn entstehen zwischen Ich und Du.“ Sinn finde man erst in sozialen Kontexten, im aufrichtigen Dialog miteinander und in der Nächstenliebe. Diese ende oft an der Familiengrenze, dabei sei sie „eine grundsätzliche Weltbeziehung, eine Art, durchs Leben zu gehen“.“
Quelle: Donja Noormofidi in Falter 37/2022 (S. 34)